
Nachhaltige Beschaffung
Nachhaltige Beschaffung
Seit 2016 wird die nachhaltige Beschaffung als Teil der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs - Sustainable Development Goals Nr. 12 und 7) berücksichtigt, die einen Beitrag zum erzielen der Agenda 2030 leisten sollen. In der EU zeichnet sich die Tendenz ab das öffentliche Beschaffungswesen durch Innovation gezielt umweltfreundlicher und sozialverträglicher zu gestalten.
Im März 2020 hat die EU Kommission den Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft veröffentlicht, dieser sieht vor, das Mindestkriterien für die Nachhaltige Beschaffung verpflichtend eingeführt werden.
Um Nachhaltigkeit im Unternehmen zu erzielen ist es Notwendig eine Nachhaltige Beschaffung zu implementieren.
Auf Unternehmensebene ist eine Nachhaltige Beschaffung ein wichtiger Aspekt des Nachhaltigkeitsmanagements des Unternehmen. Beim Einkauf dürfen Angebote nicht nur Anhand der Kosten beurteilt werden, sondern auch Anhand ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen. Die Produkte, die sich nach diesen Kriterien am besten profilieren, können in der Auswahl der Nachhaltigen Beschaffung berücksichtigt werden. Je nach Unternehmenskernaktivitäten kann es sich um Produktionsrohstoffe, Mobilität, IT-Bedarf, Büromaterial, Arbeitsbekleidung, Energie oder Dienstleistungen handeln. Den Prozess der Nachhaltigen Beschaffung zu implementieren ist für Unternehmen mit Kosten und Personalbedarf verbunden.
Für eine nachhaltigere Ausrichtung der Strategie des Unternehmens sprechen die neuen Gesetze und Richtlinien. Dazu gehören unteranderem die CSR Berichtserstattungspflicht , das Lieferkettengesetzt aber auch die Entwicklung des Investitionsmarktes durch Green-Investments und die EU- Taxonomie. Andere wichtige Argumente sind die Ressourcenknappheit, die steigende Nachfrage nach nachhaltigeren Produkten sowie die Bedeutung der Öffentlichen Beschaffung auf nationalen und internationalen Märkten.
Nachhaltige Beschaffung kann, sowohl aus der Perspektive der Beschaffung im eigenen Unternehmen, als auch der Öffentliche Beschaffung betrachtet werden. Damit die Öffentliche Beschaffung Nachhaltig sein kann muss zuvor bei den Lieferanten aus der Wirtschaft die Beschaffung Nachhaltig erfolgen.
Die öffentliche Beschaffung hat mit einem Volumen von rund 500 Milliarden Euro einen Anteil von ca. 13 % am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dabei sind die Kommunen, vor den Ländern und dem Bund, die größten öffentlichen Beschaffer von Waren und Dienstleistungen. Die öffentliche Hand ist sich bewusst, dass ihre Beschaffung eine Vorbildfunktion gegenüber Unternehmen und Verbrauchern hat. Damit kann sie eine große Auswirkung auf die Weiterentwicklung des Marktes für Innovation und klimafreundliche Produkte haben.
Nachhaltige Produkte sind oft langlebiger, ressourcenschonender, energiesparsamer und besser recyclebar als konventionelle Alternativen. Diese Eigenschaften ermöglichen es Unternehmen Kosten zu sparen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern. Nachhaltigkeit sollte auch in die Kommunikationsstrategie des Unternehmens integriert werden, damit Kunden und Stakeholder über die positiven Maßnahmen des nachhaltigen Handelns informiert werden können.
Welche Fragen sind als Selbst Check für den Einkauf im Unternehmen oder bei der Öffentlichen Beschaffung von Nutzen?
- Gibt es Produktalternativen aus wiederverwendeten Materialien (Recyclingprodukte)?
- Kann ein Einwegprodukt durch ein Mehrwegprodukt ersetzt werden?
- Ist das Produkt langlebig und reparaturfreundlich?
- Können Verpackungsmaterialen eingespart werden?
- Kann der Einsatz von Kunststoffen oder PVC vermieden werden?
- Ergeben sich möglicherweise zusätzliche Kosten für die Entsorgung eines Gerätes?
Wir beantworten gerne mit Ihnen diese Fragen und passen Ihre Beschaffungsstrategie für diese relevante Bereiche an:
- Papier und Bürobedarf
- IT-Bedarf
- Textil und Arbeitsbekleidung
- Catering und nachhaltiges Veranstaltungsmanagement
- Reinigungsmittel
